Sie hatte aber durchwegs seine Berechtigung. Die sanfte Hügellandschaft des Val Collas erinnert an Neuseeland oder Kolumbien und die Dorfnamen bei der Postautofahrt klangen sehr exotisch. Dabei war unser Tagesziel, die Capanna Monte Bar, schon vom Bahnhof Lugano aus sichtbar. Bis zur Hütte mussten aber noch einige Hindernisse überwunden werden. Über 200 Ziegen stellten sich unterhalb der Cima Moncucco in den Weg und auf dem Weiterweg zum Monte Bar brachte uns der starke Westwind immer wieder ins Schwanken. Die Aussicht vom Gipfel über Lugano, Locarno und die Viertausender des Wallis liessen die Strapazen aber schnell vergessen.
17 der 21 Mitglieder der KSS 1a gefiel die Aussicht vom Monte Bar so gut, dass sie am zweiten Tag um 4.45 Uhr aufstanden, um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu geniessen. Müde, aber vor allem auch glücklich, trotzte die Klasse dem wiederum starken Wind, bis es die Sonne endlich über die Gazzirola geschafft hatte. Zum Abschluss der zweitägigen Schulreise ging es nach Lugano, wo in Gruppen ein Foto- OL absolviert wurde. Einziger kleiner Wermutstropfen für den Klassenlehrer, drei von vier Gruppen verpflegten sich in einer Burgerkette, anstatt der Tessiner Küche zu frönen.